Glockenspiel


Als im Jahre 1990 der Adlerweg in Hinterzarten ein neues Gesicht bekommen sollte, bot die Evangelische Kirche an, vor ihrem Gemeindehaus ein gestalterisches Element einzubringen: ein freistehendes, künstlerisch gestaltetes Glockenspiel.

Das Modell und die Gestaltung der vier musizierenden Engel stammen von dem in Königsfeld im Schwarzwald lebenden Künstler Jo Emil Homolka.

Die geistig-geistliche Idee wurde dem 150.Psalm, dem letzten des Psalters entnommen. Er beginnt: Halleluja! Lobet Gott in seinem Heiligtum.  Dann wird das Instrumentarium des Gotteslobes genannt: Posaunen (Schofar), Psalter und Harfe, Pauken (Zylinder), Saiten (Gambe) und Pfeifen (Querflöte). Schließlich heißt es: "Lobet ihn mit hellen Zimbeln, lobet ihn mit klingenden Zimbeln (Glöckchen)"

Die Instrumente wurden Engeln in die Hand gegeben, die in Psalm 103,20 aufgerufen werden: "Lobet den Herrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen Befehl ausrichtet, dass man höre auf die Stimme seines Wortes!"

So führen die Engel in lauschender Versunkenheit - für unsere Ohren unhörbar - das Lob Gottes an, in das wir mit unseren Stimmen und Instrumenten einfallen mögen.

Die 16 Melodieglöckchen tragen das Gotteslob hinaus in die herrliche Schwarzwaldlandschaft und verkünden in Chorälen Gottes Heilstaten. Je nach Kirchenjahreszeit erklingen verschiedene Lieder, dazu auch Volkslieder.

Das Glockenspiel wurde am 5. August 1990 von Prälat Gerd Schmoll, früher Gemeindepfarrer in Hinterzarten geweiht.

Die Bronzetafel zeigt das Siegel der Gemeinde: Das Kreuz zwischen zwei Tannen. (E.Zitt)