Gemeindegruppen

»Früher« gab es Kirchen - und keine Gemeindehäuser. Das Leben der Gemeinde spielte sich im Gottesdienst ab - sonst kam man nicht zusammen. Das hat sich vor gut 150 Jahren zu ändern begonnen. 

Wieviele solcher Gruppen es gibt, ist stark unterschiedlich, am Ende spiegelt sich darin auch die Bedürfnisse vor Ort wieder - es ist ja alles freiwillig. 

Letztlich sind die Gemeindegruppen kein Selbstzweck, sondern sie sind Versuche, dem Glauben im eigenen Leben Gestalt zu verleihen. 

Konfirmanden sind dabei, sich selbst zu suchen und zu entdecken, wenn es gut geht, gehört zu dieser Identitätsfindung auch der Glaube dazu. Es ist manchmal ein mühsamer weg, sich abzugrenzen und Neues zu entdecken. Hauptsache, es geht dabei »gechillt« zu ... Am Ende sind vielleicht solche Konfirmationssprüche alles andere als ein Zufall: »Ein Mensch sieht, was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an« (1. Samuel 16,7).


Senioren haben ganz andere Perspektiven und sehen ganz andere Zusammenhänge, sehen, wie vieles zusammenhängt und eines nicht geändert werden kann, ohne Einfluss auf andere Bereiche des Lebens. Einen »Zauberer«, der Verkettungen im Handumdrehen auflösen kann, gibt es nicht im wahren Leben. Wohl aber einen Gott, der hilft, ohne dass wir dabei zu Marionetten werden ... Vielleicht so: »Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: Woher kommt mir Hilfe? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Er lässt deinen Fuß nicht wanken; er, der dich behütet, schläft nicht« (aus Psalm 121). 

Kinder unter einem Schwungtuch, einem Fallschirm nachempfunden. Wie schön kann man damit spielen, sich ausprobieren, sich verstecken (scheinbar), gut wird es, wenn es dabei die passende Mischung von Neugier, Risiko und Geborgenheit gibt. Dass Erwachsene nicht immer diese Schirmrolle ausfüllen können, wie sie das wollen, zeigt vielleicht auch der mit Abstand beliebteste Taufspruch: »Er hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen« (Ps. 91,11).